"Und als Koch? Gut, ich gebe zu, das ist ein feiner Posten: an Bord ist der Koch ja eine Art Offizier - doch der Gedanke, ein Federvieh braten zu sollen, war mir, ich weiß nicht, warum, niemals angenehm, obwohl von so einem Huhn, wenn es erst einmal gebraten, klug mit Butter beträufelt und verständig gesalzen und gepfeffert ist, keiner mit mehr Hochachtung, um nicht zu sagen Ehrfurcht, sprechen wird als ich." S. 25Und noch etwas zum Tradionsgericht Labskaus:
"Es war bereitet aus saftigen kleinen Muscheln, kaum größer als Haselnüsse, vermengt mit zerstoßenem Schiffszwieback und Flöckchen von gepökeltem Schweinefleisch, das Ganze mit Butter verklärt und mit reichlich Pfeffer und Salz geschärft." S.92
Bildquelle: Wikipedia
Aus: Hermann Melville: Mobiy Dick, Aufbau Verlag, 1982
"Labskaus: Traditionsreiches, Reste verwertendes Seemannsgericht auch an Land, im wesentlichen aus gepökeltem Rindfleisch, Kartoffeln und Roter Bete in zusammengemuster Innigkeit. Labskaus (von Seemansengl. lobs = handfester Kerl und course = Speisefolge) kam über das Norwegische lapskaus (gesalzener Kabeljau mit Kartoffeln) ins Norddeutsche. Es wird verfeinert mit Lorbeer, Nelke, Koriander, Muskat, Senf, Möhren oder Suppengrün, gehaltvoll durch Schweineschmalz, Zwiebeln und heiße Brühe. Die Geister scheiden sich, ob es mit Salzheringen oder Rollmöpsen darin oder dazu echt ist. Dazu gibt es Rote Bete extra, Gewürzgurken und Spiegeleier obendrauf, manchmal sogar einen Klecks Kaviar. Labskaus gelingt leicht mit Corned Beef und schmeckt auch ohne Hering. Historisch wurde der Fleischeintopf mit Gerste gebunden, sogar mit Schiffszwieback, was die nautische Herkunft verrät. Die norddeutsche Spezialität ist ebenfalls eine aus Liverpool." S. 577Aus: Udo Pini: Das Gourmet-Handbuch, Ullmann, 2007



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